Felsenburg Rotštejn, Felsenburg in Bělá, Tschechische Republik.
Rotštejn ist eine Burgruine aus Sandstein, bei der die natürlichen Felsformationen nahtlos mit den konstruierten Mauern verschmelzen. Das Bauwerk nutzt die Klokočské-Felsen als grundlegendes Verteidigungselement, wobei Gänge, Räume und Zugänge direkt in den Fels gehauen sind.
Die Burg wurde um 1250 von der Familie Markwart gegründet und diente Jahrhunderte lang als Grenzfestung in dieser Region. Sie wurde während der Hussitenkriege im 15. Jahrhundert aufgegeben und später nicht wiederaufgebaut.
Der Ort ist als Kulturdenkmal geschützt und zeigt, wie Bewohner die natürliche Sandsteinformation in ihre tägliche Nutzung einbezogen. Die Felsen selbst wurden zu einem integralen Teil der Verteidigungsanlage und des Lebensraums.
Der Zugang erfolgt über hölzerne Stege und Wege, die zwischen den Felsformationen angelegt sind und sicher zu den höchsten Punkten führen. Das Gelände ist uneben und erfordert gute Schuhe sowie Vorsicht bei schlechtem Wetter, da die Wege rutschig werden können.
Während des Dreißigjährigen Krieges nutzten Anwohner die natürlichen Hohlräume in den Sandsteinfelsen als Zuflucht vor Kämpfen und Plünderungen. Diese Höhlen wurden später von Besuchern mit Pferdeställen verwechselt, obwohl sie tatsächlich als Wohnraum dienten.
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