Ležáky, Gedenkstätte in Dachov, Tschechische Republik
Ležáky ist ein Gedenkort für ein ehemaliges Dorf in Dachov, Tschechien, das während des Zweiten Weltkriegs vollständig zerstört wurde. Das Gelände zeigt steinerne Kreuze an den Stellen früherer Häuser, ein Granitdenkmal und die Reste einer alten Steinbrücke.
Truppen der nationalsozialistischen Besatzung erschossen im Juni 1942 die Bewohner und zerstörten sämtliche Gebäude, weil Mitglieder einer Widerstandsgruppe hier Unterschlupf gefunden hatten. Das Gelände wurde nach dem Krieg zu einer Gedenkstätte umgestaltet, um an diese Ereignisse zu erinnern.
Der Name stammt von einem alten Wort für Lager oder Rastplatz, das Reisende früher in dieser Gegend nutzten. Besucher sehen heute ein ruhiges Gelände mit einfachen Steinkreuzen, auf denen nur Nachnamen stehen, während ein Buch die persönlichen Geschichten der Opfer bewahrt.
Der Gedenkort ist täglich zugänglich und Besucher können die Außenfläche frei erkunden, wobei Führungen zusätzliche Hintergründe vermitteln. Das Gelände liegt in einer ländlichen Gegend, daher empfiehlt sich festes Schuhwerk für die Wege zwischen den Gedenksteinen.
Nur eine Handvoll Kinder überlebte die Auslöschung des Ortes, darunter zwei Schwestern, die später in deutschen Familien aufwuchsen und ihre Herkunft vergessen sollten. Nach dem Krieg kehrten sie in ihre Heimat zurück und berichteten von ihren Erlebnissen.
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