Praděd, Berggipfel in Malá Morávka, Tschechische Republik.
Praděd ist ein 1491 Meter hoher Gipfel im Hrubý Jeseník, dem höchsten Punkt Mährens und Tschechisch-Schlesiens. Auf seinem Gipfel steht ein 146,5 Meter hoher Fernsehturm, der 1993 von 162 Metern verkürzt wurde, mit einer öffentlichen Aussichtsplattform auf 73 Metern. Der untere Schaft des Turms ist weiß, der obere Mast rot-weiß geringelt.
Der Mährisch-Schlesische Sudetengebirgsverein errichtete hier 1903–1912 einen 32,5 m hohen neugotischen Steinaussichtsturm nach Plänen des Wiener Architekten Franz Ritter von Neumann. Als Habsburgwarte benannt, ab 1938 Adolf-Hitler-Turm, hatte er 23 Räume auf sieben Etagen mit Restaurant und Aussichtsplattform. Am 2. Mai 1959 stürzte er ein; seit 2004 steht eine Nachbildung auf dem Wetzstein in Thüringen.
Der Berg ist nach Pradziad benannt, einer Gestalt aus der lokalen Mythologie, die als Schutzgeist der Jeseníky-Berge gilt. Besucher können diese Verbindung zur Natur und zu alten Überlieferungen spüren, die hier noch lebendig sind.
Der Berg kann zu Fuß über markierte Wege erreichbar und ist von Dörfern in der Nähe zugänglich. Im Winter gibt es Skipisten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden, und der Gipfelbereich bietet Orientierung durch vorhandene Wege und Beschilderung.
Der Gipfel liegt an der historischen Landesgrenze zwischen Mähren und Schlesien, daher befindet sich der höchste Punkt Mährens etwa 50 Meter vom Gipfel entfernt. Das Gipfelgebäude, ein Turm mit Restaurant, ist in Malá Morávka unter der Nummer 38 registriert.
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