Burg Landštejn, Mittelalterliche Burgruine in Südböhmen, Tschechische Republik.
Die Burg Landštejn ist eine Ruine aus hellem, verwittertem Mauerwerk, deren Mauern unterschiedlich hoch aufragen; der höchste Teil bildet hinten einen L-förmigen Block mit einer flachen Rasenterrasse im dachlosen Inneren. Eine niedrigere polygonale Mauer umschließt einen Hof mit einer kleinen runden Vertiefung und verstreutem Schutt; rechteckige Fensteröffnungen durchbrechen die Mauern, teils leer, teils klein und tief. Von der ursprünglichen Anlage sind die romanische Kapelle und die Hauptmauer mit zwei Türmen erhalten.
Die Burg wurde vermutlich von König Přemysl Otakar I. als Gegengewicht zur älteren Zöbinger Burg bei Pomezí gegründet; der älteste Teil ist für 1231 belegt, als Hartlieb von Landstein eine Urkunde bezeugte. 1381 überließ König Wenzel IV. sie Konrad Kraiger von Kraigk, und 1420 belagerte Jan Žižka die Burg. Ein durch Blitz ausgelöstes Feuer zerstörte sie 1771; danach wurde sie verlassen und ihr Mauerwerk von umliegenden Dörfern abgetragen.
Die Burganlage diente 1999 als Kulisse für den Film Johanna von Orléans, gedreht wurden vor allem die Kampfszenen des Angriffs auf Orléans und Paris. Friedrich Schiller verlegte die Handlung seines Stücks Die Räuber von 1781 in die Umgebung der Burg.
Die Ruine liegt auf 656 Metern Höhe auf einer Anhöhe über dem Ort Landštejn, etwa drei Kilometer nordwestlich von Staré Město pod Landštejnem. Seit 1990 ist sie für die Öffentlichkeit zugänglich; verwaltet wird sie vom Nationalen Denkmalamt. Erhalten sind die Hauptmauer und die romanische Kapelle.
Die Burg diente 1999 als Kulisse für den Film Johanna von Orléans; dort wurden die Kampfszenen des Angriffs auf Orléans und Paris gedreht. In den 1660er Jahren schlug ein Blitz in die Burg ein und stürzte die Ecke eines der romanischen Türme ein.
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