Mariánská Týnice, Barockabtei in Mariánský Týnec, Tschechische Republik
Mariánská Týnice ist eine ehemalige Zisterzienseranlage mit einer Kirche, die zwei symmetrische Türme und eine markante Kuppel hat. Das Gebäude zeigt barocke Formensprache mit aufwendigen architektonischen Details, die von Jan Santini Aichel gestaltet wurden.
Eine Kapelle bestand hier bereits im 12. Jahrhundert, und Papst Urban III. gewährte ihr 1186 einen Ablass. Abt Eugen Tittl legte 1711 den Grundstein für die neue Kirche und das Propsteigebäude nach Plänen von Jan Santini Aichel. Die Kirche wurde 1762 geweiht, das Propsteigebäude 1764 fertiggestellt, und die 1920 eingestürzte Kuppel wurde 2005 wiederaufgebaut.
Der Name Mariánská Týnice und die männliche Form Mariánský Týnec wurden über die Jahrhunderte wechselnd verwendet. Seit 1952 beherbergt die ehemalige Propstei das Museum und die Galerie der Region Nord-Plzeň, und seit 2018 ist die Anlage Nationales Kulturdenkmal.
Der Besuch kann zu Fuß erkundet werden, wobei man durch die Klosteranlage wandert, die Ausstellungen im Museum besucht und die restaurierte Kirche besichtigt. Es empfiehlt sich, je nach Jahreszeit genug Zeit für den Rundgang einzuplanen, da klassische Musikkonzerte das ganze Jahr über stattfinden.
Die Kuppel stürzte in zwei Etappen ein, am 17. Januar und am 3. März 1920, und wurde erst 2005 wieder aufgebaut. Der Hauptaltar von Ignác František Platzer wurde später aufgeteilt: Seine Statuen der Heiligen Joachim und Anna stehen heute in der Kirche St. Jakobus der Ältere in Příbram.
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