Marienpestsäule, Barocke Pestsäule auf dem Dolní náměstí, Olomouc, Tschechien
Die Marienpestsäule ist eine barocke Pestsäule auf dem Dolní náměstí (Unterer Ring) in Olomouc, nicht auf dem Oberen Ring. Ihr gedrehter Schaft wird von einer Statue der Jungfrau Maria Immaculata bekrönt, und acht Heilige stehen in zwei Reihen zu je vier um den Sockel: Rochus, Karl Borromäus, Franz Xaver und Sebastian unten; Pauline, Rosalia, Katharina von Siena und Barbara oben.
Václav Render errichtete die Säule 1715–1723 als Dank der Olmützer Bürger für das Ende der Pest, die Mähren 1714–1716 heimsuchte. Die Skulpturen schufen Jan Sturmer und Tobiáš Schütz. 1758 führten Schäden aus der preußischen Belagerung zum Austausch der Statue des heiligen Sebastian; der gedrehte Schaft wurde bei der Restaurierung 1985–1992 durch eine Kopie ersetzt.
Die acht Heiligen am Sockel gelten als Pestfürsprecher: unten Rochus, Karl Borromäus, Franz Xaver und Sebastian, oben Rosalia, Katharina von Siena, Barbara und die Olmützer Stadtpatronin Pauline. Auf der gedrehten Säule steht die Unbefleckte Empfängnis, und der Sockelblock ist von einer ovalen Öffnung durchbrochen.
Die Säule steht auf dem Dolní náměstí (Unterer Ring), nicht auf dem Oberen Ring; man nähert sich ihr von der offenen Seite dieses Platzes. Der Sockelblock ist von einem ovalen Durchbruch durchbohrt, und die acht Heiligen sind in zwei Reihen zu vier angeordnet, was das Ablesen der Skulpturengruppe beim Umrunden erleichtert.
Der heute sichtbare gedrehte Schaft ist eine Kopie: Das Original wurde bei der Restaurierung zwischen 1985 und 1992 ersetzt. Die Säule steht am Dolní náměstí, nicht am Horní náměstí, wo Václav Render später die Dreifaltigkeitssäule errichtete, weil ihm diese hier zu wenig prächtig erschien.
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