Holašovice, Ländliche Welterbestätte in Südböhmen, Tschechische Republik.
Holašovice ist ein rurales Dorf in Südböhmen mit 23 Gehöften und etwa 120 Gebäuden, die in U-Form um einen breiten zentralen Grünplatz angeordnet sind. Die Gebäude stammen überwiegend aus dem 18. Jahrhundert und bewahren ihre ursprüngliche Anordnung bis heute.
Das Dorf wurde 1263 gegründet und stand bis 1848 unter der Kontrolle des Zisterzienserkloster Vyšší Brod. Die Pest von 1520 traf die Gemeinde schwer, prägte aber nicht die heutige Siedlungsform.
Die Bauten zeigen südböhmische Volksbarockform mit verzierten Giebeln, gewölbten Toren und Ornamentelementen aus dem 18. Jahrhundert. Die Bewohner prägen das Dorf durch ihre Pflege dieser architektonischen Tradition und den Alltag zwischen diesen historischen Fassaden.
Das Dorf kann zu Fuß erkundet werden, und es gibt geführte Besichtigungen durch erhaltene Gehöfte, die Kapelle St. Johannes und die alte Schmiede. Besucher sollten angemessene Schuhe tragen, da die Wege unpflastert und bei nassem Wetter rutschig sein können.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Dorf für Jahrzehnte leer, was seine mittelalterliche Grundstruktur und traditionelle Gebäude bewahrte. Die Restaurierung begann erst 1990 und ermöglichte die Wiederherstellung dieses außergewöhnlichen Dorfbildes.
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