Jenerálka, Kulturdenkmal und Schloss in Dejvice, Tschechische Republik
Jenerálka ist ein zweistöckiges Schloss mit neobarocken Elementen in Dejvice, das sich durch symmetrische Flügel und verzierte Fassaden auszeichnet. Das Gebäude wird heute als Schulgebäude genutzt und zeigt die Architektursprache des frühen 20. Jahrhunderts.
Der Kern des Anwesens stammt aus den 1790er Jahren, als die Weinberge beim Kloster Strahov unter Joseph II. säkularisiert wurden und der Bau begann; unvollendet verkaufte man ihn 1826 an den Bäcker Ignác Komm, der ihn Anfang 1828 fertigstellte. 1922 erwarb die Legio-Bank das Gut für das Sozialinstitut der Legionäre, das 1923–26 pseudobarock umgebaut wurde; ab 1939 richtete die Gestapo hier ein Kinderheim ein, bevor die Kinder 1944 deportiert wurden.
Der Name stammt vom Wort „generál“: In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war auf dem Gut angeblich ein Teil des österreichischen Generalstabs untergebracht. Heute befinden sich auf dem Areal das Internationale Baptistische Theologische Seminar, das 1997 aus der Schweiz hierher zog, und ein englischsprachiger Kindergarten.
Das Gelände ist privat: Seit 1994 gehört das Schloss dem Europäischen Baptistenbund; es beherbergt das Internationale Baptistische Theologische Seminar, ein Hotel, Wohnheime und einen englischsprachigen Kindergarten. Der Brunnen im Hof stammt von 1997. In der Nähe liegen der Naturpark Divoká Šárka und die Restaurants Jenerálka und Hrvatski Mlýn.
Der Maler August Bedřich Piepenhagen lebte auf Jenerálka und starb dort 1868. Das Mansarddach des Schlosses trägt einen kleinen Turm mit einem Wetterhahn, und eine doppelte, mit Amorettenfiguren geschmückte Treppe führt zum ehemaligen englischen Garten hinunter.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.782 Mitwirkenden weltweit.