Schloss Raduň, Schloss im Empirestil in Raduň, Tschechische Republik
Raduň ist ein dreigeschossiges, dreiflügeliges Schloss mit drei Türmen, das zwischen 1822 und 1825 nach Plänen von Johann Anton Englisch für Graf Larisch-Mönnich im Empirestil umgebaut wurde. Das flach gedeckte Hauptgeschoss öffnet sich zu einer Arkadenloggia am Hof, und der englische Landschaftspark ersetzte einen früheren Waldpark.
Eine ab 1320 belegte gotische Feste wurde nach 1550 für Jiřík Tvorkovský, Kämmerer des Herzogtums Troppau, und seine Frau Anna Haugvicová zum Renaissanceschloss umgebaut. Nach dem Brand von 1582 erhielt es drei Geschosse, drei Türme und eine Arkadenloggia am Hof. Graf Johann de Matha Larisch-Mönnich ließ es 1822–1825 nach Plänen von Anton Englisch im Empirestil umgestalten.
Das Schloss trägt den Namen des Dorfes Raduň, etwa 7 km südlich von Opava. Seine restaurierten Innenräume wurden im Juli 1984 für die Öffentlichkeit geöffnet, nachdem das Gebäude als Schule, Büro und Gesundheitszentrum gedient hatte. Die Ende des 19. Jahrhunderts für Graf Gebhard Lebrecht Blücher eingerichtete Bibliothek mit Arbeitszimmer gehört zu den besichtigten Räumen.
Das Schloss liegt etwa 7 km südlich von Opava im Dorf Raduň. Die 1984 restaurierten und im Juli desselben Jahres der Öffentlichkeit zugänglich gemachten Innenräume werden bei Führungen gezeigt, während der englisch geprägte Landschaftspark um das Gebäude frei begehbar ist. Die Anlage wird vom Nationalen Denkmalamt über dessen Arbeitsstelle in Ostrava verwaltet.
Das Schloss verfügt über eine wiederhergestellte Orangerie mit Ziergarten, die zeigt, wie der Adel exotische Pflanzen kultivierte. Ein ehemaliges Getreidespeicher dient heute als Besucherzentrum und verbindet auf unerwartete Weise Vergangenheit und Gegenwart.
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