Hranická propast, Karstschacht in Hranice, Tschechische Republik.
Die Hranice-Karsthöhle ist eine mit Wasser gefüllte Doline im östlichen Teil Mährens, deren Tiefe bisher bis 404 Meter unter der Oberfläche vermessen wurde. Der Kalksteinschacht öffnet sich an einem bewaldeten Hang und führt in ein komplexes unterirdisches System aus Spalten und Kammern.
Die erste schriftliche Erwähnung erfolgte durch den Arzt Tomáš Jordán im Jahr 1580, der ungewöhnliche Gase am Wasserspiegel beschrieb. Geologische Forschungen begannen im 20. Jahrhundert und führten zur Entdeckung der außergewöhnlichen Tiefe durch moderne Tauchroboter.
Der Name stammt von der nahegelegenen Stadt Hranice, die seit dem Mittelalter als Grenzort zwischen historischen Regionen bekannt war. Besucher sehen heute einen von Felsen umgebenen Wasserspiegel, dessen Ruhe durch aufsteigende Gasblasen gelegentlich unterbrochen wird.
Der Zugang zur Höhle ist nur über befestigte Wege durch einen Wald möglich, der den Schacht vor direktem Wind schützt. Besucher können den oberen Rand erreichen und auf das Wasser hinabblicken, sollten aber festes Schuhwerk für das unebene Gelände tragen.
Spezielle ferngesteuerte Unterwasserfahrzeuge werden für Erkundungen in den unteren Bereichen eingesetzt, da menschliche Taucher die extremen Tiefen nicht erreichen können. Die Forschungsgeräte haben Kalksteinformationen dokumentiert, die durch thermische Quellen und chemische Prozesse entstanden sind.
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