Budeč u Zákolan, Mittelalterliche Burg in Kováry, Tschechische Republik.
Budeč ist eine Wallanlage auf einem Hügel in Kováry, etwa 45 Kilometer nordwestlich von Prag. Die Anlage erstreckt sich über ein großes Areal mit sichtbaren Erdwällen, Gräben und den Grundmauern einer frühen Kirche.
Die Anlage entstand im 9. Jahrhundert als einer der ersten Fürstensitze der Přemysliden. Die Kirche wurde kurz vor dem Jahr 900 errichtet und blieb bis ins 11. Jahrhundert in Nutzung, bevor die Burg an Bedeutung verlor.
Der Name der Stätte geht auf slawische Siedler zurück, die den Hügel als Zufluchtsort gewählt hatten. Besucher können heute die romanischen Mauerreste sehen, die zeigen, wie frühe Christen ihre Kirchen inmitten von Befestigungen errichteten.
Die Wege führen über offenes Gelände und folgen teilweise den alten Befestigungslinien, sodass man die Dimensionen der Anlage gut nachvollziehen kann. Ein Rundgang dauert etwa eine Stunde und setzt festes Schuhwerk voraus, da einige Abschnitte über Wiesen und unebenen Boden verlaufen.
Archäologen haben Reste von Holzbauten in den Wällen gefunden, die zeigen, dass Teile der Verteidigungslinien aus Holzpalisaden bestanden. Diese Bauweise war typisch für slawische Wehranlagen im frühen Mittelalter und unterschied sich deutlich von späteren Steinburgen.
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