Burg Břecštejn, Burgruine in Hrádeček, Tschechische Republik
Břecštejn ist die Ruine einer Felsenburg auf einer bewaldeten, steilen Felskuppe über dem Tal des Silbersteiner Baches, östlich über der Ansiedlung Hrádeček. Der Kern gehört zu den Burgen mit Schildmauer: Eine mächtige Ringmauer umschloss alle Gebäude, vom Palas ist nur das Erdgeschoss mit Tonnengewölbe erhalten. Im Hof liegt ein in den Fels gehauener Keller, und zwei Wälle und Gräben sicherten den Zugang.
Břecštejn entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, vermutlich in den 1420er Jahren durch Jan I. Zilvár, und wird 1455 erstmals in den Trautenauer Lehntafeln erwähnt, wo Mikuláš Zilvár als Bewohner genannt wird. 1522 erreichte Adam Zilvár bei König Ludwig II. die Entlassung aus dem Lehn, 1532 erhielt die Burg den Namen Silberstein. Nach dem Umzug der Zilvár nach Vlčice verfiel sie, wurde in den 1630er Jahren von schwedischen Truppen zerstört und 1675 als wüst bezeichnet.
Der Name Břecštejn stammt wohl von břečťan, dem tschechischen Wort für Efeu, der die Ruine bis 1794 überwuchs und noch heute dort wächst; eine andere Theorie leitet ihn von prkenný hrad, der Bretterburg, ab. Ab 1532 führten die Silber den Namen Silberstein, erhalten als Zilvarštejn auf dem Epitaph Johann Silbers in Dvůr Králové nad Labem.
Ein blau markierter Wanderweg führt von Trutnov zur Ruine. Der Kern der Burg liegt auf einem steilen Felssporn, der über einen nicht ursprünglichen Eingang erreicht wird; der Keller im Hof ist in den Fels gehauen. Der Zugang zur Vorburg ist nicht überliefert.
Der Chronist Simon Hüttel behauptete in seiner 1593 verfassten Stammtafel der Familie Silber, Wolf Ulstadt-Silber habe Brzeczstein 1056 gegründet; die Urkunden widersprechen dem, da der Wald dort erst im 13. Jahrhundert vom mährischen Geschlecht von Schwabenitz besiedelt wurde.
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