Hus, Mittelalterliche Burgruine bei Sezimovo Ústí, Tschechische Republik
Hus ist eine mittelalterliche Burgruine in Südböhmen, Tschechien, die auf einem bewaldeten Hügel über einem kleinen Bach liegt. Die erhaltenen Steinmauern geben noch immer einen Eindruck von der ursprünglichen Größe und dem Grundriss der Anlage.
Die Burg wurde im 14. Jahrhundert errichtet und diente zunächst als Adelssitz in einer waldreichen Region Südböhmens. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts suchte der Kirchenreformer Jan Hus dort Schutz vor seinen Feinden und nutzte die Zeit, um theologische Schriften zu verfassen.
Der Name des Ortes geht auf Jan Hus zurück, den böhmischen Prediger, dessen Lehren im 15. Jahrhundert ganz Europa erschütterten. Wer heute durch die Ruinen läuft, versteht, warum ein Mann auf der Flucht gerade diesen abgelegenen Ort aufsuchte.
Das Gelände liegt tief im Wald und ist nur über einen Wanderweg erreichbar, der festes Schuhwerk erfordert. Bei feuchtem Wetter kann der Pfad rutschig werden, daher empfiehlt sich wetterfeste Kleidung.
Im Kern der ursprünglichen Anlage stand ein mächtiger Wohnturm, der von einem tiefen Graben und hölzernen Palisaden geschützt wurde. Diese Art der Befestigung war in der Gegend eher ungewöhnlich, denn in dieser Zeit dominierten in Böhmen bereits Steinmauern.
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