Burg Kunetitzer Berg, Gotische Burg auf dem Kunětická Berg nahe Pardubice, Tschechische Republik
Kunětická Hora ist eine Burgruine auf einem isolierten Hügel etwa 6 km von Pardubice entfernt, in der Gemeinde Ráby. Vilém von Pernštejn ließ sie im spätgotischen Stil mit zwei Türmen und einem Graben umbauen, seine Söhne setzten im frührenaissance-Stil fort. Der Kern wird durch aufeinanderfolgende Tore betreten, und der Palast wurde während der Restaurierung der 1920er Jahre eingedeckt.
Archäologische Forschungen datieren die Gründung der Burg an die Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert, wahrscheinlich unter König Wenzel II., doch wurde sie vielleicht nie fertiggestellt und verschwand wohl Anfang des 14. Jahrhunderts. Im April 1421 errichtete Diviš Bořek von Miletínek auf den Ruinen eine neue Burg und machte sie zu seinem Sitz; 1491 kaufte sie Vilém von Pernštejn und ließ sie im spätgotischen Stil umbauen, die Arbeiten wurden in früher Renaissanceform fortgesetzt, und schwedische Truppen unter Torstenson nahmen und verbrannten sie 1645.
Die Burg ist als Museum zugänglich; zu den erhaltenen Wandmalereien gehört ein Werk von 1523 mit Samson und Delila, das als ältestes bekanntes Renaissance-Wandgemälde Böhmens gilt. Gelegentlich finden auf dem Gelände Musik- und Theateraufführungen statt. Der Name des Hügels geht auf eine von Václav Hájek z Libočan überlieferte Legende um einen Höfling des Křesomysl namens Kunak zurück, der ihm um 838 seinen Namen gegeben haben soll.
Der Zugang zur Burg erfolgt von Pardubice über ausgeschilderte Wege, mit Parkmöglichkeiten am Fuß des Kunětická-Berges. Es ist ratsam, bequeme Schuhe zu tragen, da der Aufstieg zum Gipfel über unebene Pfade führt.
Im Schloss erhalten ist das älteste bekannte Renaissance-Wandgemälde Böhmens, eine Darstellung von Samson und Delila von 1523. In der Ruine, die 1919 die Museumsgesellschaft Pardubice kaufte, finden gelegentlich Musik- und Theateraufführungen statt.
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