Burg Kašperk, Gotische Burgruine in Žlíbek, Tschechische Republik
Kašperk ist eine Burgruine in der Höhe von etwa 886 Metern, die aus zwei Wohntürmen und einem dazwischen erbauten länglichen Palast besteht. Die Struktur zeigt die Verteidigungsanlagen einer mittelalterlichen Grenzfestung mit massiven Mauern und strategischer Anordnung.
Der Bau wurde zwischen 1356 und 1361 in Auftrag gegeben, um die Grenze zu Bayern zu schützen und Goldfunde in der Region zu sichern. Diese Zeit war geprägt von der Stärkung der Kontrolle über wichtige Handelswege und Ressourcen in Böhmen.
Die Burg war ein wichtiges Verwaltungszentrum für die umliegenden Bergbauregionen und spielte eine Rolle im Austausch zwischen böhmischen und bayerischen Gemeinschaften. Menschen aus verschiedenen Gegenden kamen hierher für Handel und zur Regelung von Grenzangelegenheiten.
Besucher erreichen die Burg über einen Wanderweg von etwa 3 Kilometern von Kašperské Hory aus oder nutzen einen Parkplatz in etwa 1,5 Kilometern Entfernung vom Eingang. Die beste Zeit zum Besuch ist bei trockenem Wetter, da die Wege steil sind und rutschig werden können.
Die Vordermauern der Türme erheben sich etwa 30 Meter hoch und haben außer einem einzigen Erkerfenster im westlichen Turm kaum Öffnungen. Diese massive und geschlossene Bauweise war typisch für Verteidigungsbauten dieser Zeit und beeindruckt Besucher heute noch durch ihre schlichte Wehrhaftigkeit.
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