Burg Kámen, Burg im Dorf Kámen, Tschechien
Die Burg Kámen ist eine Blockburg im gleichnamigen Dorf, etwa fünf Kilometer südlich von Pacov. Die zweiteilige Anlage verbindet Türme direkt mit Palasflügeln; der südliche Wohnflügel stammt aus dem barocken Umbau. Der Alte Palas aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist zu besichtigen.
Kámen wurde 1316 erstmals urkundlich erwähnt, als es Nemír von Kámen gehörte. 1356 kaufte es Jindřich von Ciglheim und ließ den Palas zwischen 1356 und 1366 umbauen; Kaiser Karl IV. erlaubte ihm, in der Nähe Goldbergwerke zu gründen. Während der Hussitenkriege machte Přibík Tluksa die Burg zu einem Stützpunkt zwischen Tábor und Pelhřimov, und am 4. August 1450 schlossen Jiří von Poděbrady und Jindřich von Rožmberk dort einen Friedensvertrag.
Die Burg verkörpert böhmisches Kulturerbe durch ihre Verbindung von mittelalterlichen Verteidigungsstrukturen und später hinzugefügten Wohnräumen, die den Alltag verschiedener Epochen widerspiegeln.
Besucher können das Innere der Burg erkunden, das Wohnräume, Lagerbereiche und Empfangssäle umfasst. Wer die Anlage besichtigen möchte, sollte mit Treppen und unterschiedlichen Ebenen rechnen, da die Räume über mehrere Geschosse verteilt sind.
Das am 22. Juni 1974 eröffnete Motorradmuseum zeigt eine Hildebrand und Wolfmüller von 1894, eine Slavia CCD von 1904 und eine Jelínek von 1904, teils Leihgaben des Nationalen Technischen Museums in Prag. Zudem zeigt eine Ausstellung zum Wohnstil um 1900 den Rittersaal, die Burgkapelle, die Diele, den Kleinen und Großen Salon, das Schlafzimmer, das Esszimmer und die Bibliothek.
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