Burg Lanšperk, Gotische Burgruine in Lanšperk, Tschechische Republik.
Die Burg Lanšperk ist eine Ruine auf einem steilen Sporn über dem linken Ufer der Tichá Orlice, etwa 5 km nordöstlich von Ústí nad Orlicí. Ihr Kern ist von einer an der Ostfront erhaltenen Mauer umgeben, mit einem Palas an der Ostseite des Hofes und einem Brunnen in der Mitte. Zwei Gräben und ein Wall schneiden die Zugangsseite ab.
Die Burg entstand Mitte des 13. Jahrhunderts bei der Kolonisierung des königlichen Grenzwaldes, wohl durch Vilém von Drnholec oder seine Söhne Heřman und Oldřich, kam an die Krone und wurde 1285 erstmals erwähnt, als Wenzel II. sie an Záviš von Falkenštejn vergab. 1292 und 1304 dem Kloster Königsaal geschenkt, 1358 an das Bistum Leitomischl getauscht, 1425 und 1429 von den Hussiten erobert, gelangte sie an die Kostka und Pernstein und galt 1622 als wüst.
Der Name Lanšperk stammt vom deutschen Landsberg, das in der Urkunde König Wenzels II. von 1285 und in deutschsprachigen Quellen für Burg und Dorf steht. Das Dorf unterhalb der Ruine ist seit dem 16. Jahrhundert belegt, und der Meierhof der Burg wurde 1790 aufgehoben; danach errichteten Untertanen Häuser auf seinen Gründen.
Die Ruine ist zu Fuß erreichbar, der Weg führt aber über unebenes Gelände, weshalb festes Schuhwerk empfehlenswert ist. Von der Anhöhe aus hat man einen weiten Blick über die umliegende Landschaft, was den Aufstieg lohnenswert macht.
Obwohl die Burg schon lange verlassen ist, sind einige der ursprünglichen Steinschwellen und Türrahmen noch an ihrem Platz zu sehen. Diese kleinen Details geben einen direkten Hinweis darauf, wie die Räume der Burg einmal betreten und genutzt wurden.
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