Burg Najštejn, Burg in Tschechien
Najštejn ist eine Burgruine auf einem felsigen Hügel über dem Stausee Jirkov in der Nähe von Květnov. Die Anlage bestand aus einem zwei geschossigen Palast, einem tiefen Graben und einem Brunnen, von denen heute nur noch Erdwälle, zerstreute Steine und Vertiefungen im Gelände sichtbar sind.
Nejrich z Alamsdorf erbaute die Burg wahrscheinlich um 1323 als kleine Befestigung mit teilweise hölzernen Strukturen auf einem natürlichen Felsen. Die Burg wechselte mehrmals den Besitzer und wurde um 1381 an die Chomutov-Ritter verkauft, woraufhin sie schnell aufgegeben wurde.
Der Name Najštejn stammt aus der Zeit der Alamsdorf-Familie, die das Schloss erbaute und es als Herrschaftssitz nutzten. Heute können Besucher an diesem stillen Ort spüren, wie wichtig solche Burgen für die lokale Gemeinschaft waren und wie sie das tägliche Leben der damaligen Zeit prägten.
Die Ruine ist frei zugänglich und kann jederzeit erkundet werden, erreicht man sie über einen etwa 1,5 Kilometer langen Waldweg von der Ortschaft Orasín. Da es vor Ort keine Einrichtungen gibt, sollten Besucher bequeme Wanderschuhe tragen und Wasser mitnehmen.
In der Felswand unter der Burg wurde eine künstlich angelegte Vertiefung entdeckt, die wahrscheinlich als Zisterne oder Brunnen diente, um Wasser während längerer Belagerungen zu lagern. Diese unterirdische Struktur zeigt, wie sorgfältig die Bewohner ihre Defensivressourcen geplant haben.
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