Burg Návarov, Gotische Burgruine in Železný Brod, Tschechische Republik
Hrad Návarov ist die Ruine einer gotischen Burg auf einem Felsen über dem Zusammenfluss von Kamenice und Zlatník. Der Kern besteht aus einer massiven Ringmauer mit einer Torrille im Süden, zwei Gebäudeflügeln am Hof und einer Vorburg mit bastionsartigem Vorsprung. Im Westgebäude sind zwei gewölbte Räume erhalten.
Die Burg wurde vermutlich Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut und 1365 erstmals im Zusammenhang mit Heřman von Heřmanice erwähnt. 1469 wurde sie von der Armee König Georgs von Podiebrad erobert, 1643 von den Schweden eingenommen. Nach deren Abzug 1644 wurde die Burg auf Befehl der Prager Statthalter abgerissen; ihr Stein diente später zum Bau des nahen Schlosses Návarov.
Der Name Návarov erscheint erstmals 1365 im Zusammenhang mit Heřman z Heřmanic. Die Familie Smiřický hielt die Burg während des gesamten 16. Jahrhunderts und baute sie aus; ihre Herrschaft endete mit der Konfiskation von 1622. Ein grün markierter Weg führt heute von der Siedlung Návarov zur Ruine.
Zu den Ruinen führt ein grün markierter Wanderweg von der Siedlung Návarov hinunter ins Tal der Kamenice, wo er auf den blau markierten Palacký-Weg zwischen Plavy und Držkov trifft. Die Anlage ist von der ersten Aprilwoche bis Ende Oktober geöffnet. Der Pfad steigt zum Felssporn an, festes Schuhwerk ist daher sinnvoll.
Die Steine der zerstörten Burg wurden etwa zwanzig Jahre später für den Bau des nahen Schlosses Návarov wiederverwendet, eines Barockschlosses mit der von Marie Angelika Lamottová von Frintropp gestifteten Kapelle Christi Himmelfahrt. Die Ruine selbst wurde 2019 konserviert.
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