Burg Puchart, Kulturdenkmal und Schloss in Kyžlířov, Tschechische Republik
Die Burg Potštát, auch Puchart genannt, ist eine Ruine auf einem Sporn über dem Zusammenfluss des Koutecký-Bachs und der Velička, etwa 0,5 km nördlich von Boňkov. Sie besteht aus zwei getrennten Kernen, die durch einen schmalen Felsgrat verbunden sind: die größere Vorburg mit trapezförmigem Grundriss von bis zu 37 × 28 m und die Hinterburg mit einem Wohnturm von 12 × 10 m und einer bis zu 6,5 m dicken Schildmauer.
Um den Beginn des 14. Jahrhunderts als Zentrum der Kolonisierung der Oderberge und zur Kontrolle der Straße von Schlesien nach Hranice gegründet, wird die Burg um 1320 erstmals erwähnt, als Záviš von Potštát sich nach ihr benannte. Mitte des 14. Jahrhunderts ging sie an die Herren von Kunštát über; 1377 ließ Boček von Kunštát dort die Mitgift seiner Frau Eliška eintragen. Vermutlich 1394 vom Markgrafen Prokop erobert, wurde sie nicht wieder aufgebaut, und ein Kaufvertrag von 1408 nennt nur noch einen Burgwall.
Der Name der Burg geht auf einen Irrtum zurück: Anfang des 19. Jahrhunderts bezeichnete Josef Heřman Gallaš sie fälschlich als Purchart. Das nahe Gasthaus U Tlustého Jana ist nach einem früheren Wirt benannt, der so beleibt war, dass er einen Flaschenzug brauchte, um sich aus einem Spezialstuhl zu erheben.
Das Gelände erreicht man über den gelb markierten Wanderweg von Potštát nach Hranice, der an der Ruine vorbeiführt. Die beiden durch einen schmalen Felsgrat getrennten Burgkerne liegen auf unebenem Boden; festes Schuhwerk ist von Vorteil.
Die beiden Burgkerne liegen etwa 150 Meter auseinander und sind nur durch einen schmalen Felsgrat verbunden; der Wohnturm des hinteren Kerns, 12 × 10 Meter, bewahrt im Erdgeschoss Tür- und Fenstergewände und stand hinter einer bis zu 6,5 Meter dicken Schildmauer. Das Wirtshaus darunter, U tlustého Jana, ist nach einem früheren Wirt benannt, der angeblich einen Flaschenzug brauchte, um sich aus einem Spezialstuhl zu erheben.
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