Burg Přimda, Romanische Burgruine auf dem Přimda-Hügel, Tschechische Republik
Burg Přimda ist eine romanische Burgruine auf einem bewaldeten Hügel in der Böhmischen Waldlandschaft nahe der bayerischen Grenze. Im Mittelpunkt des Geländes steht ein rechteckiger Steinturm, der noch in beachtlicher Höhe erhalten ist und die Baumkronen überragt.
Die Burg wurde zu Beginn des 12. Jahrhunderts von einem deutschen Ritter erbaut und gilt als zweitälteste Steinburg Böhmens nach der Prager Burg. Im Laufe des Mittelalters wechselten Zerstörung und Wiederaufbau mehrfach, bedingt durch ihre exponierte Lage an der Grenze.
Der Turm von Přimda ist einer der wenigen romanischen Steintürme in Tschechien, der noch in seiner ursprünglichen Form steht. Besucher können die rohen Steinmauern aus nächster Nähe betrachten und erkennen, wie schlicht und zweckmäßig mittelalterliche Wehranlagen gebaut wurden.
Die Ruine ist über einen Wanderweg durch den Wald erreichbar, der je nach Ausgangspunkt unterschiedlich lang sein kann. Da es vor Ort keine Einrichtungen gibt, empfiehlt es sich, festes Schuhwerk und ausreichend Wasser mitzunehmen.
Die Architektur des Turms folgt einem deutschen Baustil und ähnelt Bauten, die man eher auf bayerischer Seite der Grenze erwarten würde. Das macht Přimda zu einem seltenen Beispiel dafür, wie politische Grenzen und Baustile im Mittelalter nicht immer übereinstimmten.
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