Burg Roštejn, Gotische Burg in Doupě, Tschechische Republik
Roštejn ist eine gotische Burg in Doupě in Tschechien, die von einem siebeneckigen Turm überragt wird, der etwa 53 Meter in die Höhe ragt. Die Innenräume sind als Ausstellungsbereiche eingerichtet, in denen historische Gegenstände und digitale Projektionen die Besucher durch die Geschichte des Ortes führen.
Der Bau begann nach 1339 unter den Herren von Hradec, die die Burg als Festungsanlage errichteten. Im späten 16. Jahrhundert ließ Zacharias von Hradec das Gebäude in eine Renaissancejagdresidenz umwandeln, was dem damaligen Zeitgeist des böhmischen Adels entsprach.
Die Renaissancemalereien mit Wappen aus dem 16. Jahrhundert sind noch an den Wänden zu sehen und geben einen Eindruck davon, wie die Adelsfamilien ihren Reichtum zur Schau stellten. Daneben sind Jagdausrüstung und Porzellan ausgestellt, die zeigen, welche Interessen die früheren Bewohner pflegten.
Das Schloss lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die Ausstellungsräume aufeinander aufgebaut sind und in einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen werden. Es empfiehlt sich, etwas mehr Zeit einzuplanen, um sowohl die historischen Exponate als auch die digitalen Inhalte in Ruhe wahrnehmen zu können.
Im Schloss gibt es einen botanischen Saal mit Blumengemälden aus dem frühen 19. Jahrhundert, der zeigt, dass die damaligen Bewohner ein Interesse an Naturdarstellungen hatten, das weit über die Jagd hinausging. Außerdem wird eine große hölzerne Weihnachtskrippe aufbewahrt, die während der Feiertage besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.
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