Týřov, Burgruine in Karlova Ves, Tschechien
Týřov ist die Ruine einer Kastellburg französischen Typs, die im 13. Jahrhundert auf einem Sporn über dem Zusammenfluss von Úpořský potok und Berounka auf etwa 310 m Höhe errichtet wurde. Die zweiteilige Anlage umfasst eine Unterburg mit sechs Flankierungstürmen und eine Oberburg, die von einem 12 × 12 m großen Donjon beherrscht wird. Týřov ist die einzige tschechische Burg, bei der ein Châtelet, ein Vortor mit Ecktürmchen, verwendet wurde.
Týřov wurde von König Wenzel I. zu Beginn seiner Herrschaft gegründet und im September 1249 erstmals erwähnt, als der König hier seinen aufständischen Sohn Přemysl gefangensetzte. Karl IV. kaufte die Burg 1333 für die Krone zurück und stufte sie in der Majestas Carolina als bedingt verpfändbar ein. 1575 galt sie als verlassen.
Die Burg trug von Anfang an zwei Namen, den tschechischen Týřov und den deutschen Angerbach, der sich auf den Bach unterhalb der Mauern bezieht. Die Ruine liegt im Nationalen Naturschutzgebiet Týřov, und der gelb markierte Weg von Skryje folgt der Berounka etwa zwei Kilometer bis zur Anlage.
Man erreicht die Ruinen vom Dorf Skryje aus über markierte Wanderwege, die Flussblicke mit Waldstrecken verbinden. Die Wege sind gut ausgeschildert, sodass Besucher sich leicht zurechtfinden und ihr eigenes Tempo wählen können.
Týřov ist die einzige tschechische Burg, bei der ein Châtelet, ein Torbau mit Ecktürmchen, errichtet wurde. Die Verteidigung der Unterburg ruhte auf sechs Flankierungstürmen, und eine vorgeschobene Bastion stand auf einem Felsgrat etwa 400 Meter nördlich des Kerns. Ein Teil der Mauer des Donjons stürzte nach Regen am 17. Juli 2015 ein.
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