Podkrušnohorský přivaděč, Wasserversorgungssystem in Chomutov, Tschechische Republik
Der Podkrušnohorský přivaděč ist ein Wasserleitungssystem in Nordböhmen, das sich über 33,8 Kilometer erstreckt und Kanäle, unterirdische Rohre, Speicherbecken und ein Aquädukt umfasst. Das System verbindet die Regionen um Klášterec nad Ohří mit Jirkov und versorgt dort gelegene Industrieeinrichtungen mit Wasser.
Der Bau dieser Wasserinfrastruktur begann 1957 und dauerte bis 1982, um die Wasserbedarf der Industrie zu decken. Das Projekt war auch eine Antwort auf die Notwendigkeit, Überschwemmungen zu bekämpfen, die aus den Erzgebirgen stammten.
Der Name wird unterschiedlich gebraucht: Karten bezeichnen den ganzen Kanal als Podkrušnohorský přivaděč, während der Abschnitt bis Březenec offiziell Přivaděč Ohře–Bílina heißt. Eigentümer und Betreiber ist das Staatsunternehmen Povodí Ohře; am unterirdischen Abschnitt unter Březenec zwischen Chomutov und Jirkov liegt ein kleines Wasserkraftwerk.
Der Kanal beginnt bei Rašovice an der Eger, wo das Pumpwerk Rašovice das Wasser hebt, führt über Ciboušov und Chomutov zum Ausgleichsbecken Březenec und weiter zum Stausee Újezd. Ein 142 Meter langer Aquädukt überquert in Chomutov die Chomutovka, und zwischen Chomutov und Jirkov verläuft der Kanal unterirdisch unter Březenec. Auf 2,2 Kilometern ist das Gerinne mit Betonplatten abgedeckt, die das Überlaufbauwerk vor Frost schützen.
Bei Flusskilometer 1,46 leitet ein Verteilerbauwerk Wasser über einen 1,26 km langen Verbindungskanal mit 12 m³/s zum Bílina-Einlauf am Beginn des Ervěnický koridor. Bei Málkov sammelt der Kanal zudem das Wasser der oberen Hutná, eines durch den Tagebau unterbrochenen Baches.
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