Nationalgestüt Kladruby nad Labem, Nationalgestüt in Kladruby nad Labem, Tschechische Republik
Die Nationalgestüt Kladruby nad Labem ist ein Gestüt in der Tschechischen Republik, das etwa 500 Pferde beherbergt, aufgeteilt zwischen grauer und schwarzer Kladruber-Rasse auf weitläufigen Geländen. Das Stüt umfasst auch Stallungen, Kutschenausstellungen und ein Museum zur Geschichte der Pferdezucht.
Die Stud wurde 1579 von Kaiser Rudolf II. gegründet und ist damit eine der ältesten kontinuierlich betriebenen Pferdezuchtstätten Europas. Über fünf Jahrhunderte hinweg hat diese Einrichtung ihre Zuchttraditionen bewahrt und weiterentwickelt.
Die Kladruber Pferde werden zu Ehrenaufgaben bei europäischen Hofzeremonien eingesetzt, wobei die grauen Tiere für königliche Anlässe und die schwarzen für kirchliche Funktionen bestimmt sind. Diese Rollen prägen bis heute das Selbstverständnis der Zucht und deren Bedeutung für die Tradition.
Das Gelände ist für Besucher über Führungen zugänglich, die durch die Stallungen und Museen führen und Einblicke in die tägliche Arbeit geben. Es ist empfehlenswert, bequeme Schuhe zu tragen, da der Besuch viel Laufen über die Gelände umfasst.
Die Kladruber sind die älteste tschechische Rasse einheimischer Pferde und wurden 2019 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Diese Auszeichnung unterstreicht, dass die biologische Vielfalt und Handwerkstradition der Zucht internationale Bedeutung haben.
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