Burg Český Šternberk, Gotische Burg in Český Šternberk, Tschechische Republik
Die Burg Český Šternberk steht auf einem steilen Felsgrat auf etwa 350 Metern Höhe am linken Ufer der Sázava. Ihr frühgotischer Kern ist von mächtigen grauen Wehrmauern mit einer Reihe bogenförmiger Öffnungen, einem runden Eckturm mit Kegeldach und einem hellen Hauptbau mit schlanker Spitze umgeben. Die separate südliche Vorbaute, die Hladomorna, liegt einige Dutzend Meter südlich der Burg.
Zdeslav von Divišov gründete die Burg 1241 auf einem Felssporn über der Sázava; ihr Name stammt vom goldenen achtzackigen Stern seiner Familie. 1467 nahmen Truppen König Jiřís von Poděbrady die Burg nach dem Aufstand Zdeněk Konopišťskýs von Šternberk ein, 1479 gab sie Vladislav Jagiello zurück. 1841 kauften die Šternberk sie erneut und behielten sie bis zur Verstaatlichung 1949; die Restitution gab sie 1992 an Zdeněk Sternberg zurück.
Die Schlossräume enthalten Sammlungen von Waffen, Porzellane und Barockgemälde, die das Leben der Familie über die Jahrhunderte widerspiegeln. Diese Kunstwerke und Gegenstände zeigen die Geschmäcker und Interessen derer, die hier gelebt haben.
Die Besichtigungsroute umfasst sechzehn Räume, und die Burg ist ganzjährig für Besucher geöffnet. Die Familie des Eigentümers wohnt noch in einem Teil des Gebäudes, diese privaten Räume werden daher nicht gezeigt. Das südliche Vorwerk, die Bastion Hladomorna, steht einige Dutzend Meter südlich der Hauptburg auf dem Grat.
Die Sammlung enthält etwa 545 Kupferstiche, die Szenen aus dem Dreißigjährigen Krieg darstellen und einen seltenen Einblick in damalige Kriegserlebnisse bieten. Diese Werke sind ein außergewöhnliches Zeugnis künstlerischer Dokumentation von Kriegszeiten.
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