Burg Šumburk, Mittelalterliche Burgruine bei Šumná, Tschechische Republik
Šumburk, auch Nový Šumburk oder Neuschönburg genannt, ist eine verfallene gotische Burg auf dem Gipfel des Berges Šumná auf etwa 540 Metern Höhe, drei Kilometer westlich von Klášterec nad Ohří im Vorland des Erzgebirges. Größere Teile der Außenmauern, des Palas und des großen Wohnturms sind erhalten; der Turm steht bis zum vierten Geschoss auf und hat 1,7 Meter dicke Mauern.
Vilém von Šumburk gründete die Burg nach der Teilung der Herrschaft Perštejn mit seinem Vetter Aleš am 26. Oktober 1431, und ab 1435 nannte er sich nach Nový Šumburk. Die Familie Fictum ließ sie später ausbessern, doch ein Brand vor 1559 machte sie ungenutzt, und im 17. Jahrhundert verfiel sie zur Ruine.
Belegte Namen der Burg sind Šumburk und Nový Šumburk, deutsch Schönburg und Neuschönburg; Mercators Sachsenkarte von 1585 verzeichnet Berg und Burg als „Neu Schonberg“. Der Berg heißt Šumná, ebenso das Dorf beim Meierhof unterhalb der Burg, das bis nach 1945 bestand.
Die Ruine liegt auf dem Gipfel der Šumná, etwa drei Kilometer westlich von Klášterec nad Ohří, und ist nur zu Fuß erreichbar; der Aufstieg führt über den Südhang an den Resten zweier Tore vorbei. Am Fuß des Berges steht ein barocker Gutshof als Ruine. Der Wohnturm ist bis zum vierten Geschoss erhalten, der Untergrund ist uneben.
Obwohl die Burg nach dem Brand aufgegeben wurde, zeigen die erhaltenen Mauern deutlich sichtbare Unterschiede im Mauerwerk, die auf verschiedene Bauphasen unter unterschiedlichen Besitzern hinweisen. Diese Abschnitte nebeneinander zu betrachten macht die wechselhafte Geschichte der Anlage greifbar, ohne dass man ein einziges Wort lesen muss.
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