Děčínský Sněžník, Berggipfel in der Gemeinde Jílové, Tschechische Republik
Der Děčínský Sněžník ist ein 723,5 Meter hoher Sandsteintafelberg, etwa 8 km westnordwestlich von Děčín. Sein Gipfelplateau misst rund 1600 mal 600 Meter und ist damit das größte im Elbsandsteingebirge; es ist nahezu vollständig bewaldet. Ein 33 Meter hoher steinerner Aussichtsturm von 1864 steht 0,37 km nordöstlich des höchsten Punktes.
Kaiser Joseph II. bestieg den Gipfel im Jahr 1779 und hinterließ damit eine der frühesten bekannten Besteigungen. Später, im Jahr 1864, wurde der Aussichtsturm errichtet und machte den Berg zu einem festen Ziel für Ausflügler aus der Region.
Der 33 Meter hohe Steinturm nach Plänen Karl Moritz Haenels von 1864 ahmt englische Gotik nach und diente von Anfang an auch Wanderern, nicht nur Vermessern. 1865 eröffnete am Fuß eine Sommergaststätte; die 1892 erbaute Bergbaude im Schweizerstil wurde 1983 abgerissen, 1999 öffnete eine neue Hütte nach dem Vorbild des alten Gasthauses.
Der Gipfel ist von Jílové auf tschechischer Seite oder von Rosenthal-Bielatal auf deutscher Seite über gut markierte Wanderwege erreichbar, darunter der europäische Fernwanderweg E3. Das Gelände ist für durchschnittlich fitte Wanderer geeignet, festes Schuhwerk wird empfohlen.
1936 war der Turm der erste Ort in der damaligen Tschechoslowakei, an dem ein Fernsehsignal empfangen wurde, ausgestrahlt von den Olympischen Spielen in Berlin. Der Turm steht 0,37 km nordöstlich des eigentlichen Gipfels, sein Fuß liegt auf 718 m, und 173 Stufen führen zur Aussichtsplattform.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.340 Mitwirkenden weltweit.