Pekárna, Prähistorische Höhle nahe Brno, Tschechische Republik
Die Pekárna ist eine tunnelartige Höhle im Mährischen Karst auf dem Katastergebiet von Mokrá u Brna, 1,5 km südöstlich von Ochoz u Brna. Ihr bis zu 6 m hohes und 23 m breites Portal öffnet sich zum Tal der Říčka. Im Inneren führt ein einziger 64 m langer Gang, der fast bis zum Ende vom Tageslicht erhellt wird; dort versperrt eine Steinbarriere unter einem Kamin den Weg.
Pekárna wurde 1880 von Jan Knies, 1881 von Jindřich Wankel und 1884–1885 von Martin Kříž untersucht; bekannt machten sie die Grabungen Karel Absolons 1925–1930. Die Funde reichen vom mittelpaläolithischen Micoquien über das Neolithikum der Linearbandkeramik und die Bronzezeit bis zur Hallstattkultur vom Typ Horákov; die Hauptschichten um 11.000 v. Chr. gehören dem Magdalénien an.
Die Ritzungen befinden sich auf Pferderippen, nicht an den Wänden: der 1927 gefundene „Kampf der Bisons“ und die „Weidenden Pferde“ von 1963 sowie zwei in ein durchbohrtes Geweih geritzte Bären. Es sind die frühesten bekannten begrenzten Szenen der paläolithischen Kunst. Die Funde werden im Institut Anthropos in Brünn verwahrt.
Die Höhle befindet sich in einem geschützten Naturgebiet und kann bei Trockenheit leicht erreicht werden. Der Eingangsbereich ist offen zugänglich, obwohl Besucher sich auf den Boden achten sollten, der variabel sein kann.
Die bekanntesten Funde der Höhle sind zwei Ritzungen auf Pferderippen: der 1927 gefundene „Kampf der Bisons“ und die 1963 gefundenen „Weidenden Pferde“. Sie gelten als die älteste erhaltene Darstellung einer begrenzten Szene statt einzelner Tiere.
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