Schloss Líšno, Kulturdenkmal in Líšno, Tschechische Republik
Schloss Líšno ist ein dreiflügeliger, zweigeschossiger Bau um einen von einer Mauer mit Tor geschlossenen Hof. Rechts des Tores ist ein vermauertes spätgotisches Portal erhalten, die Seitenflügel enden in neorenaissancezeitlichen Staffelgiebeln mit Bogen. Der Mitteltrakt hat einen dreijochig gewölbten Arkadengang, am Nordwesteck des Ostflügels steht ein rechteckiger Turm.
Beneš von Dubá gründete um 1367 die zunächst Leštno genannte Burg; 1420 wurde sie von den Hussiten belagert, 1467 von den Truppen König Georgs von Podiebrad eingenommen. Um 1478 und erneut 1536 umgebaut, verfiel sie im Dreißigjährigen Krieg. Ab 1781 gehörte sie dem Prager Servitenkloster, das 1785 aufgehoben wurde.
Der Name des Schlosses stammt vom Dorf, das ursprünglich Leštno hieß; die deutsche Quelle nennt es Lešno. In der Mauer des Tors ist ein spätgotisches Portal mit dem Wappen der Šternberk erhalten, ein Detail, auf das man im Hof achten kann. Seit 2015 sind Gebäude und Park in Privatbesitz und können für Firmen- oder Gesellschaftsveranstaltungen gemietet werden.
Der Zugang zur Anlage kann eingeschränkt sein, da Restaurierungsarbeiten laufen. Es ist ratsam, den Zustand vorher zu erkunden und ausreichend Zeit für einen Besuch einzuplanen, um alle Bereiche zu sehen.
Das Schloss erscheint in der zweiten Folge der Serie 30 Fälle des Major Zeman (1974, Regie: Jiří Sequens), im Film V podstatě jsme normální (1981) und in Zdeněk Troškas Komödie Strašidla. In der Hofmauer ist ein spätgotisches Sitznischenportal mit dem Wappen der Šternberk erhalten.
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