Jan-Žižka-Denkmal, Historisches Museum in Trocnov, Tschechische Republik.
Die Jan-Žižka-Gedenkstätte ist ein 11,4 Hektar großes Areal beim Weiler Trocnov, mit Wäldern und Wiesen um die Reste der Höfe von Mikeš und Žižka. Auf der westlichen Wiese steht eine Granitstatue des Heerführers auf einem sechs Meter hohen Pyramidenpostament, geschaffen 1956–1960 von Bildhauer Josef Malejovský aus Liberecer Granit. Der frühere Meierhof dient als Museum.
Die aus zwei Höfen bestehende Siedlung Trocznow entstand wohl im 14. Jahrhundert; Jan Žižka wurde hier 1359 oder 1360 als Sohn von Řehoř und Johana Žižka geboren und in Střížov getauft. 1682 ließ Propst Conrad Fischer die Žižka-Eiche fällen und an ihrer Stelle eine Kapelle errichten, 1908 folgte ein Gedenkstein. Grabungen unter Antonín Hejna legten 1956 die Grundmauern von Žižkas Hof frei, zwischen 1957 und 1960 wurde die Anlage zum Hussitenmuseum umgestaltet.
Das Denkmal erinnert an die Hussiten-Bewegung durch Ausstellungen und Informationstafeln, die Besuchern die religiösen Kämpfe des Mittelalters nahebringen. Heute können Menschen hier mehr über diese wichtige Periode der tschechischen Geschichte erfahren.
Das 11,4 Hektar große Gelände liegt 2 km südlich von Trocnov, erreichbar über eine Abzweigung von der Straße nach Ostrolovský Újezd. Das Museum nutzt den ehemaligen Meierhof, das Denkmal steht auf einer Wiese im Westen. Der Archeoskanzen Trocnov, ein Modell eines mittelalterlichen Dorfes, wurde 2024 fertiggestellt.
Die Granitstatue steht auf einem sechs Meter hohen, abgestumpften Pyramidenpostament; deutsche Quellen nennen zwölf Meter für das gesamte Werk. Der Bildhauer war Josef Malejovský, die architektonische Gestaltung übernahm Adolf Benš. Der Stein ist Liberecer Granit.
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