Villa Müller, Funktionalistische Villa in Střešovice, Tschechische Republik
Villa Müller ist ein funktionalistisches Wohnhaus in Střešovice in Prag mit kubischer Form und einer weißen Fassade, die im Kontrast zur raffinierten Innenraumkomposition steht. Das Gebäude aus Stahlbeton und Ziegelsteinen zeigt außen kleine Fenster, während innen die verschiedenen Ebenen durch die besondere Raumplanung miteinander verbunden sind.
Der Industrielle František Müller beauftragte Adolf Loos 1928 mit dem Entwurf, und die Fertigstellung erfolgte 1930 zusammen mit Karel Lhota. Nach dem Ende der kommunistischen Ära 1989 begann die Transformation des Hauses in ein Museum, das seit 1995 vom Museum der Stadt Prag verwaltet wird.
Der Name verweist auf den ursprünglichen Auftraggeber und Bewohner, der hier mit seiner Frau lebte. Heute besuchen Gäste fertig möblierte Räume und erleben den ursprünglichen Charakter der Innenausstattung aus der Zwischenkriegszeit.
Das Haus liegt in der Wohngegend Ořechovka, die auch zu Fuß gut zu erreichen ist. Führungen zeigen die Originaleinrichtung und erlauben Einblick in die verschiedenen Raumebenen, die nur im Rahmen einer Besichtigung zugänglich sind.
Zwischen den späten 1940er Jahren und 1989 wurde das Gebäude für politische Zwecke verwendet, unter anderem als Lagerraum und Standort einer ideologischen Bildungseinrichtung. Die Wende brachte eine Neuwidmung als Kulturdenkmal und ermöglichte die Wiederherstellung der ursprünglichen Ausstattung aus den 1930er Jahren.
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