Schloss Nové Zámky, Kulturdenkmal in Nesovice, Tschechische Republik.
Nové Zámky ist ein zweiflügeliges, eingeschossiges Renaissanceschloss auf einer Terrasse über der Litava östlich von Nesovice. Ab 1561 als unvollendetes dreiflügeliges italienisches Kastell begonnen, besitzt es einen prismatischen Torturm, zylindrische Eckerker und Schwalbenschwanzgiebel.
Záviš z Víckovic ließ das Schloss ab 1561 auf einer Terrasse über der Litava errichten, wie die Inschrift über dem Tor angibt, um die Feste Dobročkovice als Sitz zu ersetzen. Nach seinem Tod 1569 verkaufte sein Nachfolger Přemek den unvollendeten Torso 1575 an Jindřich und Zikmund ze Zástřižl. 1645 plünderten schwedische Truppen den Bau; 1798 gliederte Alois Josef z Lichtenštejna ihn der Herrschaft Bučovice an, danach verfiel er.
Der Name Nové Zámky („Neuschloss“) verweist darauf, dass er die alte Feste Dobročkovice als Herrschaftssitz ersetzte. 1750 erwarb der Olmützer Gelehrte Josef Leopold von Petrasch, Gründer der Societas incognitorum, das Schloss und veranstaltete dort antike Spiele. Seit 2004 dient es als Wohnsitz und ist nur zu besonderen Anlässen zugänglich.
Das Schloss steht auf einer Terrasse über dem rechten Ufer der Litava am Ostrand von Nesovice im Okres Vyškov, nicht in Ostböhmen. Es ist Privatbesitz und dient als Wohnsitz; seit dem Verkauf 2004 ist es nur zu besonderen Anlässen öffentlich zugänglich, ein Besuch sollte daher vorab abgesprochen werden.
Der Torturm sollte die Achse der gesamten Fassade bilden; die symmetrische Westhälfte des Nordflügels wurde jedoch nie gebaut, sodass der Turm heute das Westende des Baus abschließt. Die Mauern enden in Zinnen, den sogenannten Schwalbenschwänzen.
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