Litýš, Burgruine auf dem Berg Litýš in Nová Vesnička, Tschechien
Die Burg Litýš ist eine Ruine auf dem gleichnamigen Gipfel (491 m) im Böhmischen Mittelgebirge, in der Siedlung Nová Vesnička, Teil der Gemeinde Liběšice im Bezirk Litoměřice. Erhalten sind nur Wälle, Gräben und kleine Mauerreste; deutlichster Rest ist die Mauer um den unteren Hof, während auf der oberen, von einem Trachytfelsen gebildeten Ebene nur ein in den Fels gehauener Turmsockel übrig ist.
Zikmund Děčínský z Vartenberka ließ Litýš um 1422 errichten, nachdem er die Herrschaft der einstigen Kommende Býčkovice erworben hatte, wohl als Gegengewicht zur nahen Kelchburg des Jan Žižka. Die erste schriftliche Erwähnung von 1432 nennt den Burggrafen Mikuláš ze Lhoty. Über die Šternberk und Vartenberk kam die Burg 1532 durch Tausch an Václav; ungepflegt brannte sie aus und galt 1544 als verlassen.
Das Kulturministerium erkennt die Burg Litýš als offizielles Kulturdenkmal an und bewahrt ihre Überreste für historische Forschungen.
Die Ruinen sind über markierte Wanderwege erreichbar, die mit regionalen Wanderstrecken durch die bewaldete Landschaft verbunden sind. Besucher sollten geeignetes Schuhwerk tragen und mit unebenen Gelände rechnen, da die Ruinen auf einem Hang liegen.
Die Gipfelregion ist bewaldet und erlaubt kaum Ausblicke; der Zugang erfolgt über einen Abzweig des rot markierten Wanderwegs von Třebušín nach Úštěk. Die Anlage steht als Kulturdenkmal unter Schutz.
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