Kloster Milevsko, Prämonstratenserkloster in Milevsko, Tschechische Republik
Das Kloster Milevsko ist ein Prämonstratenser-Klosterkomplex in Milevsko in Südböhmen, der als nationales Kulturdenkmal der Tschechischen Republik eingestuft ist. Sein Kern besteht aus einer dreischiffigen Basilika mit zwei Türmen sowie der angebauten Kirche des Heiligen Ägidius, einem Kapitelsaal und weiteren Gebäuden rund um Innenhöfe.
Das Kloster wurde zwischen 1184 und 1187 von Jiří von Milevsko gegründet, wobei der spätere erste Abt Jarloch mit seinen Mönchen am Bau mitwirkte. 1191 brannte es nieder und wurde am 1. Oktober 1201 geweiht. Am 23. April 1420 griffen Hussiten es an; die Mönche brachten Jarlochs Leichnam nach Zvíkov.
Die Basilika des Klosters zeigt noch heute Mauerwerk und Bögen aus der Romanik, direkt neben gotischen und barocken Ergänzungen, die in späteren Jahrhunderten hinzugefügt wurden. Wer durch den Komplex geht, kann diese Schichten fast wie in einem Lehrbuch ablesen, ohne dass eine Epoche die andere verdeckt.
Der Komplex ist für Besucher zugänglich und lässt sich am besten zu Fuß erkunden, da die einzelnen Gebäude und Höfe nacheinander durchwandert werden können. Nach 1995 wurden umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt, sodass heute der größte Teil der historischen Bausubstanz gut erhalten ist.
Der erste Abt des Klosters, Jarloch, starb 1228 und wurde hier begraben. Als die Hussiten am 23. April 1420 angriffen, brachten die Mönche seinen Leichnam auf die Burg Zvíkov und begruben ihn an einem unbekannten Ort; ein Gemälde zeigt Engel, die den Leichnam des Abtes tragen.
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