Kirche des heiligen Karl Borromäus, Neogotische Kirche in Varnsdorf, Tschechische Republik
Die Kirche des heiligen Karl Borromäus ist eine römisch-katholische Kirche im Stil der Neugotik nahe der sächsischen Grenze in Varnsdorf. Sie ist dreischiffig, 50 Meter lang und 24 Meter breit, der Innenraum wird durch acht Sandsteinsäulen gegliedert. Ihr Hauptturm blieb unvollendet, daher heißt sie im Ort „Kirche ohne Turm“.
Die Geldsammlung begann 1901 mit der Gründung eines Vereins in Karlsdorf, damals Teil von Warnsdorf. Stadtbaumeister Anton Möller erstellte die Entwürfe, Baumeister Franz Rott aus Warnsdorf führte den Bau aus. Der Grundstein wurde am 23. Mai 1904 gelegt, die Kirche am 3. September 1911 konsekriert. Nach dem Ersten Weltkrieg blieb der unvollendete Turm ohne Dach und Turmhelm.
Die Kirche wird auch Karlskirche oder Borromäuskirche genannt und ist lokal als „Kirche ohne Turm“ bekannt, da ihr Hauptturm nie vollendet wurde. Regelmäßige Gottesdienste finden nicht mehr statt. Das nach der Ersten Republik errichtete Pfarrgebäude diente später als Kindergarten.
Die Kirche steht nahe der sächsischen Grenze im Okres Děčín, im Ortsteil Karlsdorf. Regelmäßige Gottesdienste finden nicht statt, Besuche hängen von gelegentlichen Veranstaltungen wie der Nacht der Kirchen ab. Der unvollendete Turm hat weder Dach noch Helm, und an der Westgrenze des Gartens steht ein Kreuzweg mit zehn Pfeilern des Baumeisters Franz Eger.
Das Gebäude trägt die Denkmalschutznummer 26839/5-4042 im tschechischen Denkmalkatalog, wodurch seine Erhaltung gesichert ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.679 Mitwirkenden weltweit.