Schloss Jičíněves, Barockschloss in Jičíněves, Tschechische Republik
Das Schloss Jičíněves ist ein dreistöckiger Barockbau mit nahezu quadratischem Grundriss, einem Mansarddach mit kleinem Turm und einer einschiffigen Kapelle an der Westecke. Ein eingeschossiger Flügel schließt sich im Nordwesten an, Wirtschaftsgebäude stehen am Hang vor der Südwestfassade, und nordöstlich befindet sich ein Pavillon im Empirestil.
Anfang des 17. Jahrhunderts war Jičíněves ein selbstständiges, an die Burg Veliš angeschlossenes Gut. Nach dem Tod Albrecht von Wallensteins 1634 erwarb Jindřich Šlik (1580–1650) es samt weiteren Gütern der Region Jičín. František Josef Šlik ließ das Schloss 1715–1717 errichten, wohl nach einem Entwurf Jean Baptiste Matheys, der damals nicht mehr lebte. Nach 1948 wurden die Schlicks enteignet, 1992 erfolgte die Restitution.
Die Familie Schlick nutzte das Schloss abwechselnd mit ihrem rund 7 km entfernten Schloss Kopidlno, und eine Pappelallee säumte einst den Weg zwischen beiden Residenzen. Auch die herrschaftliche Verwaltung hatte ihren Sitz im Schlossareal. 1992 erhielt die Familie das Gut zurück.
Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich; man kann den dreistöckigen Barockbau nur von außen betrachten, der auf einem Hügel am nordöstlichen Ortsrand von Jičíněves steht und weithin sichtbar ist. Zum Areal gehören ein im 19. Jahrhundert angelegter Landschaftspark von 8,8 ha und südlich des Schlosses der zwei Hektar große Teich Zámecký rybník.
Eine fast 7 km lange Pappelallee säumte einst den Weg zwischen dem Schloss Jičíněves und dem Schloss Kopidlno, die die Familie Schlick abwechselnd nutzte. Das Schloss selbst ist nicht öffentlich zugänglich.
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