Schloss Klášterec nad Ohří, Schloss in Klášterec nad Ohří, Tschechien
Das Schloss Klášterec nad Ohří ist ein vierflügeliger Bau auf einer Anhöhe nahe der Eger, 1515 zunächst als Herrenhaus errichtet und ab 1590 mit einem Turm erweitert. Im Schlosshof stehen noch zwei Epitaphen der Familie von Vitzthum, die Innenräume wurden mit Stuck der späten Renaissance ausgeschmückt.
Volf Dětřich z Fictumu gründete hier 1514 ein kleines Festes Haus als Ersatz für die unbequeme Burg Šumburk. Lev z Fictumu ließ es in den 1560er und 1570er Jahren im Renaissancestil erweitern und mit Sgraffitoputz versehen; um 1590 war es ein vierflügeliger Bau. Nach dem Ständeaufstand 1618–1620 konfisziert, kaufte es am 2. Juni 1623 Kryštof Šimon Thun; schwedische Truppen brannten es 1639 mit der Stadt nieder, und Michael Osvald Thun-Hohenstein ließ es ab Anfang der 1660er Jahre, wohl nach Plänen Carlo Luragos, wieder aufbauen.
Das Schloss zeigt eine Porzellansammlung aus dem Kunstgewerbemuseum in Prag, verteilt auf 21 Räume im ersten Stock. Sie dokumentiert über 200 Jahre Porzellanherstellung in Böhmen, mit Stücken aus den Manufakturen von Slavkov, Klášterec nad Ohří, Březová, Chodov, Stará Role, Dalovice oder Loket. Die Familie Thun gründete 1794 die Porzellanmanufaktur des Ortes.
Das Schloss steht auf einer Anhöhe an der Eger, der Eingang liegt gegenüber der Sala terrena, vor der die allegorischen Skulpturen von Johann Brokoff stehen: Africa, Amerika, Ulysses, Asia und Europa. Der Schlosspark beherbergt seltene Bäume und Sträucher, darunter einen Ginkgo. Die Porzellanausstellung nimmt 21 Räume im ersten Stock ein.
Im Schlosshof stehen noch zwei Epitaphen der Familie von Vitzthum, die dort 1515 ein Herrenhaus errichten ließ; die deutschen Quellen verzeichnen sie bis heute, ein Detail, an dem die meisten Besucher auf dem Weg zur Porzellanausstellung vorbeigehen.
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