Schloss Nové Město nad Metují, Renaissanceschloss in Nové Město nad Metují, Tschechische Republik
Das Schloss Nové Město nad Metují bildet ein Viereck um einen unregelmäßigen Hof, mit einem runden Renaissance-Turm namens Máselnice in der Nordecke. Fassaden und Hof tragen eine Renaissance-Grisaille-Dekoration, die bei Dušan Jurkovičs Umbau 1909–1913 freigelegt wurde. Eine Brücke über den Graben führt zu einem steinernen Barockportal, und 23 Zwerge aus der Werkstatt Matyáš Bernard Brauns, 1929 hierher versetzt, stehen vor dem Schloss und im Garten.
Jan Černčický z Kácova errichtete hier 1501 eine Festung. Die Stubenberger bauten sie 1558–1568 zu einem Renaissanceschloss um, und nach 1634 ließ Walter Leslie sie 1655–1661 von Carlo Lurago im frühbarocken Stil neu gestalten. 1908 kaufte die Familie Bartoň das Schloss und beauftragte Dušan Jurkovič mit der Renovierung 1909–1913.
Die Innenräume verbinden Stile, die unter dem Architekten Pavel Janák in den 1920er und 1930er Jahren hinzukamen: Art-déco- und funktionalistische Zimmer neben älteren barocken Stuckarbeiten. Im Schloss befinden sich Werke der Bildhauer Josef Václav Myslbek, Jan Štursa, Ladislav Šaloun und František Bílek; der Maler Max Švabinský schuf Ausmalungen. Präsident Tomáš Garrigue Masaryk besuchte am 13. Juli 1926 die Familie Bartoň.
Besucher können an Führungen teilnehmen, die die inneren Räume zeigen, oder in den Schlosszimmern übernachten und die Gärten erkunden. Es ist hilfreich, im Voraus zu prüfen, wann Führungen verfügbar sind und welche Bereiche zu verschiedenen Jahreszeiten zugänglich sind.
Das Schloss steht seit Juni 2020 zum Verkauf, wobei der Staat ein Vorkaufsrecht besitzt. In seinem Park stehen 23 Zwerge aus der Werkstatt von Matyáš Bernard Braun, um 1713 geschaffen und 1929 aus Benátky nad Jizerou hierher gebracht.
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