Schloss Rájec nad Svitavou, Rokoko-Schloss in Rájec, Tschechische Republik.
Das Schloss Rájec nad Svitavou ist ein prächtiges Herrenhaus mit symmetrischen Fassaden in Weiß und aufwendig gestalteten Einzelheiten, die den Rokokostil widerspiegeln. Das Gebäude beeindruckt durch seine harmonischen Proportionen und die sorgfältig ausgeführten Verzierungen an Wänden und Dach.
Drei mittelalterliche Burgen gingen dem Schloss voraus, die letzte war 1446 bereits Ruine. Bernhard Drnovský ließ den Ort um 1570 als vierflügeliges Renaissanceschloss neu errichten, das 1756 abbrannte. 1763 kaufte Antonín Karel Salm-Reifferscheidt die Herrschaft und ließ von Isidore Canevale das heutige Schloss planen, das 1763–1769 entstand.
Im ersten Stock des Schlosses ist seit den 1950er Jahren die Gemäldesammlung der Familie Salm untergebracht, vor allem Werke holländischer und flämischer Meister. Im umgebenden Landschaftspark stehen zahlreiche Verzierungen und fast lebensgroße Skulpturen aus Gusseisen, die in den fürstlichen Eisenwerken und der Kunstgießerei in Blansko entstanden.
Das Schloss steht auf einer Anhöhe unmittelbar über Rájec-Jestřebí, etwa elf Kilometer nordwestlich von Blansko. Zum Landschaftspark gehören gusseiserne Skulpturen und ein zur gleichen Zeit errichtetes neugotisches Taubenhaus. Im Erdgeschoss sind die Repräsentationsräume aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erhalten.
Der Schlosspark bewahrt zahlreiche Zierstücke und fast lebensgroße Skulpturen aus Gusseisen, die in den Fürstlich Salm'schen Eisenwerken und der Kunstgießerei in Blansko gegossen wurden, geleitet von einem Fürsten, der moderner Technik aufgeschlossen war. Dort steht auch ein gleichzeitig mit dem Schloss errichtetes Taubenhaus im Stil der Neugotik.
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