Schloss Žacléř, Renaissanceschloss in Žacléř, Tschechische Republik
Das Schloss Žacléř steht auf einem dicht bewaldeten Hügel über der Stadt Žacléř. Es ist ein zwei- bis dreigeschossiges Gebäude mit unregelmäßigem sechseckigem Grundriss und polygonaler Fassade an der Südseite. Zwischen 1730 und 1740 entstand ein Barockportal mit behauenen Ornamenten, 1894–1895 wurden pseudogotische Zinnenmauern um das ganze Schloss errichtet.
Eine Burg bestand hier bereits 1334, als sie an Berthold von Leipa verpfändet wurde; ab Mitte des 14. Jahrhunderts hielten sie die schlesischen Herzöge. 1523 brannte eine Strafexpedition unter Karl von Münsterberg die Burg nieder. Kryštof von Gendorf ließ 1555 an ihrer Stelle ein Renaissanceschloss errichten; im Dreißigjährigen Krieg nahmen und plünderten die Schweden es zweimal.
Das Schloss ist nicht öffentlich zugänglich; seit 2005 gehört es der Firma Castrum Scheczler, deren einzige Gesellschafter seit 2010 Adéla und Karel Čermák sind. Sie planten einen umfassenden Umbau zu einem Luxushotel mit Restaurant, boten das Schloss samt Projekt später jedoch zum Verkauf an.
Das Schloss befindet sich in der Stadt Žacléř, ungefähr 10 Kilometer nördlich von Trutnov in der Nähe der polnischen Grenze. Der Ort ist mit den lokalen Straßen gut erreichbar und liegt in einer Region mit guter touristischer Infrastruktur.
Das Schloss steht an der Stelle einer Feste, die der Überlieferung nach 1136 unter Herzog Soběslav I. errichtet und um 1250 befestigt wurde, um den Trautenauer Steig zu bewachen, einen Abschnitt des alten Handelswegs von Prag über Königgrätz und Trautenau nach Schlesien. Das Städtchen darunter, damals Bornflos bzw. Bernstadt genannt, übernahm später den Burgennamen Schatzlar.
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