Kloster Klokoty, Wallfahrtskloster in Klokoty, Tábor, Tschechien
Das Klokoty-Kloster steht auf einer steilen Böschung über der Lužnice und beherbergt eine Barockkirche mit angrenzenden Kreuzgängen. Die Anlage verbindet zwei überlagerte Kreuzmuster und erstreckt sich über mehrere Ebenen des Hangs hinunter.
Im 13. Jahrhundert stand auf diesem Hügel eine Festung, und eine kleine Wallfahrtskirche ist 1361 erstmals belegt. Jan Žižka ließ sie 1421 zerstören und ordnete die Verbrennung von etwa 50 Pikarden an. Spanische Benediktiner aus Emauzy kauften Klokoty 1679 für 4.000 Groschen; der Bau der barocken Anlage, vielleicht nach einem Entwurf von Jan Blažej Santini-Aichl, wurde 1743 von der Stadt Tábor vollendet.
Die Wallfahrtskirche ist der Himmelfahrt der Jungfrau Maria geweiht und steht mit einer Erscheinung in Verbindung, die sich 700 m entfernt zugetragen haben soll; dort steht heute eine kleine Kapelle mit einer Quelle, zu der vom Gotteshaus ein grün markierter Wanderweg führt. In den Kapellen des Umgangs hängen sieben Bilder mit Szenen aus dem Leben Marias aus dem Jahr 1700.
Die Anlage liegt auf einer Anhöhe über der Lužnice; Kirche, Umgang, Residenz und Friedhof stehen auf unebenem Gelände. Ein grün markierter Wanderweg führt von der Kirche etwa 700 m zur Kapelle mit der Quelle. Die Wallfahrtskirche wird von den Oblatenmissionaren betreut.
Die Eckkapellen des Umgangs sind achteckig, jede mit einer Barockkuppel, und den Heiligen Adalbert, Laurentius, Anna sowie dem Rosenkranz geweiht. Auf der Westseite des Umgangs liegt die Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk mit Stuckdecke; in diesen Räumen hängen sieben Gemälde mit Szenen aus dem Leben der Jungfrau Maria von 1700.
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