Kloster Zlatá Koruna, Zisterzienserkloster in Zlatá Koruna, Tschechische Republik
Das Kloster Zlatá Koruna ist eine ehemalige Zisterzienserabtei, 1263 gegründet, deren Bauten großteils mittelalterlich sind und später barock umgestaltet wurden. Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist eine dreischiffige Basilika mit Querhaus und polygonalem Chor, begonnen im späten 13. Jahrhundert und vollendet nach der Mitte des 14. Der Kapitelsaal entstand 1280–1300, das Refektorium vor 1350; der Kreuzgang wurde 1755–1785 im Rokokostil umgestaltet.
König Ottokar II. von Böhmen gründete das Kloster 1263 und benannte es nach einer Reliquie aus der Dornenkrone, die vom französischen König Ludwig IX. stammte. Das Gebäude wurde über die Jahrhunderte mehrmals umgebaut und spiegelt die künstlerischen Entwicklungen verschiedener Epochen wider.
Der Name des Klosters geht auf eine Reliquie der Dornenkrone Christi zurück, die Ottokar II. erhielt; die deutsche Form Goldenkron ist erstmals 1315 belegt. Die um 1420 entstandene gotische Madonna von Goldenkron kehrte am 17. April 2016 aus der Prager Nationalgalerie an ihren ursprünglichen Standort im Kloster zurück.
Das Kloster liegt in Zlatá Koruna, etwa 8 km von Český Krumlov entfernt, und ist seit 1945 öffentlich zugänglich. Die Bauten verbinden Mittelalter und Barock, daher sind unebene Böden und Treppen zwischen Kirche, Kapitelsaal und Kreuzgang zu erwarten. Zur Eingangstür in der hohen ockerfarbenen Fassade führt ein gepflasterter Steinweg.
Die um 1420 entstandene gotische Madonna von Goldenkron wurde am 17. April 2016 aus der Prager Nationalgalerie an ihren ursprünglichen Standort im Kloster zurückgebracht. Die Kirche besitzt außerdem ein großes Maßwerkrundfenster mit Terrakottaelementen und Stuckrahmen im Querhausostarm.
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