Kloster Želiv, Prämonstratenser Kloster in Želiv, Tschechische Republik
Das Kloster Želiv ist ein Prämonstratenser-Kloster, das an der Zusammenmündung der Flüsse Trnávka und Želivka liegt und eine barocke Kirche mit zwei Türmen besitzt. Das Komplexgebäude erstreckt sich mit klösterlichen Bauten um diese zentrale Kirche und wird heute auch als Hotel betrieben sowie mit einer Brauerei verbunden.
Das Kloster wurde 1211 gegründet und überstand mehrere Brände sowie Wiederaufbauten über die Jahrhunderte. Die bedeutendste Umgestaltung erfolgte zwischen 1713 und 1720 unter dem Architekten Jan Blazej Santini-Aichel, der dem Gebäude sein heutiges barockes Aussehen gab.
Das Kloster ist heute ein Ort für geistliche Einkehrtage, Kunstausstellungen und Musikveranstaltungen, wo Besucher die jahrhundertealte Tradition des Mönchslebens hautnah erleben. In den Räumen entstehen regelmäßig neue kulturelle Projekte, die das religiöse Erbe mit zeitgenössischen Interessen verbinden.
Das Kloster ist von Humpolec aus mit dem Auto zu erreichen und bietet Besuchern die Möglichkeit, in der klösterlichen Herberge zu übernachten. Besucher können auch das hausgemachte Bier aus der klöstereigenen Brauerei probieren und traditionelle klösterliche Räume erkunden.
Zwischen 1950 und 1956 wurde das Kloster von der kommunistischen Regierung als Internierungslager genutzt, wo über 460 Priester und Mönche festgehalten wurden. Diese düstere Periode ist ein wichtiger Teil der tschechischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und wird bei Besuchen reflektiert.
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