Smraďoch, Naturschutzgebiet nahe Mariánské Lázně, Tschechische Republik.
Smraďoch ist ein Naturschutzgebiet am Rand von Mariánské Lázně in der Tschechischen Republik, in dem Gasaustritte an der Oberfläche Schwefelwasserstoff aus unterirdischen Spalten freisetzen. Diese Austritte bilden kleine geiserartige Strukturen, die sogenannten Mofetten, die über das gesamte Schutzgebiet verteilt sind.
Das Gebiet erhielt im November 1968 offiziellen Schutzstatus, nachdem seine geologische Bedeutung im Zusammenhang mit tektonischer Aktivität in der Region anerkannt worden war. Diese Anerkennung ermöglichte den Schutz der unterirdischen Strukturen und der von ihnen abhängigen Lebensräume.
Botaniker besuchen das Gebiet wegen seltener Pflanzen wie der Sumpf-Stendelwurz und dem Rundblättrigen Sonnentau, die in der mineralreichen Umgebung um die Gasaustritte wachsen. Wer den Holzsteg entlanggeht, bemerkt, wie sich die Vegetation in kurzen Abständen deutlich verändert.
Ein Holzsteg führt durch das Schutzgebiet und ist für die meisten Besucher gut begehbar. Informationstafeln entlang des Weges erklären die geologischen und botanischen Besonderheiten des Geländes.
In der Nähe der Gasaustritte sind gebleichte Tierknochen zu sehen, da Kleinsäuger und Vögel gelegentlich den Schwefelwasserstoffemissionen erliegen. Diese Überreste sind beim Rundgang auf dem Steg sichtbar und zeigen auf stille Weise, welche Kraft unter dem Boden wirkt.
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