Mariä Himmelfahrt, Gotische Kirche in Most, Tschechische Republik
Die Kirche Mariä Himmelfahrt ist ein spätgotisches Kirchengebäude in Starý Most, einem Stadtteil von Most in der Tschechischen Republik. Der dreischiffige Hallenraum besitzt innenliegende Strebepfeiler sowie hohe Wandflächen mit schlanken Fenstern, die im Innenraum für eine gleichmäßige Helligkeit sorgen.
Der Bau begann 1517 unter der Leitung des Architekten Jakob Heilmann, nachdem ein Brand die vorherige Basilika zerstört hatte. Die Arbeiten zogen sich über mehrere Jahrzehnte bis ins frühe 17. Jahrhundert hin und prägten die endgültige Gestalt der Kirche.
Die Architektur folgt dem sogenannten sächsischen Stil der Spätgotik, bei dem die Strebepfeiler nach innen verlegt wurden und so einen einheitlichen Hallenraum entstehen ließen. Die hohen Fenster lassen durch farbige Glasmalereien viel Licht in das Innere und schaffen eine ruhige, feierliche Stimmung für Besucher.
Die Kirche ist von Mittwoch bis Sonntag zwischen April und Oktober sowie von Dienstag bis Sonntag zwischen Mai und September für Besucher geöffnet. Man erreicht sie zu Fuß über den neuen Standort im Stadtteil Starý Most, wo sie nach der Versetzung steht.
1975 wurde das gesamte Gebäude mit einem Gewicht von 12.000 Tonnen auf Schienen um 841 Meter verschoben, um es vor dem Abriss wegen des Kohleabbaus zu retten. Diese technische Leistung zählt zu den größten jemals durchgeführten Gebäudeversetzungen weltweit und dauerte mehrere Wochen.
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