Radelstein, Gipfel in der Region Nordböhmen, Tschechische Republik.
Radelstein, tschechisch Hradišťany, ist ein 753 m hoher Gipfel aus Nephelinit und Trachyt im Böhmischen Mittelgebirge, etwa 7 km südwestlich der Milešovka. Auf der flachen Kuppe liegt eine mehrere Hektar große Wiese, die ein bis zu 2 m hoher Basaltringwall umgibt; darunter fallen steile Hänge mit Buchen, Fichten und Ahornen ab.
Auf dem grasbewachsenen Gipfelplateau sind die Spuren einer vorgeschichtlichen Burgstätte der Knovízer Kultur (8.–6. Jahrhundert v. Chr.) erhalten, die von einem doppelten Ringwall aus Basaltsteinen von bis zu zwei Metern Höhe umgeben war. Der tschechische Name Hradišťany leitet sich von hradiště (Burgstätte) ab, davon wiederum der deutsche Name Radelstein. Seit 1952 ist die Gipfelwiese Naturschutzgebiet.
Der tschechische Name Hradišťany stammt von hradiště, Burgstätte, ab; die deutsche Bezeichnung Radelstein ist davon abgeleitet. Die ebene Gipfelwiese, die Radelsteinwiese, umgibt ein zwei Meter hoher Ringwall aus Basaltsteinen der Burgstätte der Knovízer Kultur aus dem 8. bis 6. Jahrhundert v. Chr.
Ein rot markierter Weg von Kostomlaty pod Milešovkou nach Třebívlice führt über den Berg, ein markierter Abzweig zum Gipfel. Günstige Ausgangspunkte sind Štěpánov, Červený Újezd und Třebívlice. Der hohe Waldbestand lässt nur eine eingeschränkte Aussicht nach Norden zum Erzgebirge zu.
Die doppelte Bezeichnung dieses geografischen Elements, Hradišťany und Radelstein, zeigt die sprachliche Vielfalt in den tschechischen topografischen Aufzeichnungen.
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