Kostial, Berggipfel in Nordböhmen, Tschechische Republik.
Der Košťál ist ein 481 m hoher Kegelberg über Třebenice im Süden des Böhmischen Mittelgebirges. Der untere Hang besteht aus Brekzie, der obere aus Trachybasalt und Basanit, wodurch ein felsiger Gipfel entsteht, der sich von den runden Nachbarkuppen unterscheidet. Auf dem Gipfel stehen die Reste der gotischen Burg Košťálov, vor allem der rechteckige Donjon.
Die gotische Burg Košťálov entstand wahrscheinlich zu Beginn des 14. Jahrhunderts zur Sicherung der Besitzungen des Prager Georgsklosters. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt von 1372, als ein Blitz einschlug und dem Burggrafen Alesch von Slavietin die Stiefel versengte. Seit dem 15. Jahrhundert gehörte sie den Kaplirz zu Sulewicz, Anfang des 17. Jahrhunderts galt sie als wüst.
Der Name Košťál wird oft für den ganzen Berg verwendet, nach der gotischen Burg Košťálov auf dem Gipfel, die 1372 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Süd- und Osthänge sind seit 1960 als Naturdenkmal geschützt, mit wärmeliebenden Pflanzen wie Frühlingsadonisröschen und böhmischer Wiesen-Küchenschelle.
Ein rot markierter Wanderweg führt von Třebenice hinauf zur Ruine auf dem Gipfel, von der sich der Blick über die umliegenden Hügel öffnet. Die Süd- und Südosthänge über dem Städtchen sind ein geschütztes Naturdenkmal, daher bleiben Wanderer auf dem markierten Weg. Der Anstieg ist kurz, aber auf felsigem Untergrund stetig.
Der Berg hieß einst Přípek und wird von Cosmas von Prag in der Chronica Boemorum bei der Schilderung des Wiesenkrieges der Přemysliden mit den Lutschanen erwähnt. Der Name Košťál bezeichnet heute sowohl den 481 m hohen Berg als auch die Ruine der gotischen Burg auf seinem Gipfel.
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