Mariä Himmelfahrt, Gotische Konkathedrale im Stadtteil Město, Opava, Tschechische Republik
Die Kathedrale Mariä Himmelfahrt in Opava (deutsch Troppau) ist eine dreischiffige Hallenkirche mit zwei Türmen, errichtet im 3. Viertel des 14. Jahrhunderts im Stil der Gotik anstelle eines älteren romanischen Kirchenbaus vom Anfang des 13. Jahrhunderts. Der Südturm erreicht eine Höhe von über 70 Metern.
Der Bau begann unter König Ottokar I. zwischen 1198 und 1230, wobei die Deutschordensritter eine Schlüsselrolle bei seiner Gründung spielten. Das Gebäude wurde später zum Nationalen Kulturmonument erklärt und fungiert seit 1996 als zweiter Sitz des Bischofs von Ostrava-Opava.
Die Kirche trägt den Namen der Himmelfahrt Mariens und prägt mit ihrer roten Backsteinfassade das Gesicht des historischen Stadtzentrums von Opava. Besucher bemerken sofort, wie das Gebäude den Platz dominiert und wie Menschen hier zu Gottesdiensten zusammenkommen.
Die Kirche steht im Zentrum von Troppau am Rybí trh; ihr über 70 Meter hoher Südturm ist aus mehreren Straßen zu sehen. Sie ist weiterhin aktive katholische Pfarrkirche, ein Besuch sollte daher außerhalb der Gottesdienste liegen. Das Bauwerk ist Nationales Kulturdenkmal und Konkathedrale des Bistums Ostrau-Troppau.
1686 erhielt der Südturm eine geschweifte Laterne mit achtzehn vergoldeten Kugeln; ein Zeitzeuge behauptete, er übertreffe an Schönheit und Höhe den frisch instand gesetzten Turm der Breslauer St.-Elisabeth-Kirche. Nach dem Stadtbrand wurde die vergoldete Turmknauf am 12. Oktober 1689 wieder aufgesetzt.
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