Wilschtberg, Berggipfel in Nordböhmen, Tschechien
Der Wilschtberg ist mit 614 m die höchste Erhebung des Kokořínsko; sein Kern aus Phonolith durchbrach vor rund 31 Millionen Jahren den umgebenden Sandstein. An den Hängen liegen quaderförmige Sandsteinterrassen, und der ganze Berg ist bewaldet, sodass sich die Aussicht auf die Felsterrassen der Südwestseite beschränkt.
Der Berg wurde 1406 erstmals schriftlich als „in Wlhossti“ erwähnt. 1793 beschrieb František Ambrož Reuss seinen Phonolithkörper und erkannte darin Feldspat- und Amphibolkristalle; sein Sohn August Emanuel Reuss nutzte den Berg später für Arbeiten zur Stratigraphie des böhmischen Kreidebeckens. Gipfel und Südwesthänge wurden 1998 zum Naturschutzgebiet erklärt.
Der Name Vlhošť geht wohl auf den Personennamen Vělgost zurück, also „Vlhosts Berg“; eine weniger wahrscheinliche Deutung bezieht ihn auf Velhošť oder Velehošť, das erste Glied vielleicht auf germanisch wild/wilth, „wild“. Der Gipfel ist bewaldet, ein markierter Weg führt nicht hinauf, nur ein gelber Weg um den Berg.
Die Wege zum Gipfel sind deutlich markiert und starten von verschiedenen Parkplätzen in der Nähe. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen und mit wechselnden Wegbedingungen je nach Jahreszeit rechnen.
Der Gipfelkern besteht aus Phonolith, der vor rund 31 Millionen Jahren in den umgebenden Sandstein eindrang; der Geologe Franz Hantschel hielt ihn für einen Lakolithen und stritt darüber mit Hermann V. Graber, der Vlhošť als Phonolithkuppe bezeichnete.
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